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Was mein Problem mit MINDFUCK zu tun hatte

von Dr. Petra Bock 3. Oktober 2011 09:41

Heute morgen bin ich früh aufgewacht. Ganz von selbst. Ich bin durch stillen Flur gelaufen und da standen all die Blumen und die Geschenke, die ich heute auspacken darf. Gestern habe ich im Kreis lieber Menschen in meiner Akademie vorab gefeiert, dass morgen mein neues Buch "MINDFUCK.Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können" erscheint. 100 Gäste waren gekommen, eine Jazz-Band mit wilden Jungs, die ich in Prenzlauer Berg aufgegabelt habe, hat wunderbar aufgespielt und ich habe die ersten 10 druckfrischen Bücher verlost und signiert. Ein wunderbarer Abend. Einfach fantastisch. Das sind die Momente im Leben, die wir im Coaching als "Moments of Excellence" bezeichnen. Erinnerungen, die uns immer wieder Energie und Kraft schenken. Gleichzeitig verfolge ich die ersten Diskussionen im Internet über mein Buch, das noch gar nicht offiziell erschienen ist. Die Links zu diesen Beiträgen finden Sie auf der mfdasbuch Seite bei Facebook. Besonders berührt mich, wie viele junge Menschen berichten, wie sehr sie mit MINDFUCK zu tun haben, wie sie das nervt, sich täglich mit destrutkiven Gedanken zu quälen und dass sie froh sind, nicht allein damit zu sein und endlich einen Begriff dafür gefunden zu haben. Wenn ich so etwas lese, weiß ich, dass all die Arbeit der letzten Jahre bereits jetzt voll und ganz ihren Sinn hatte. Das ist ein wunderbares Gefühl.

Ich habe gestern auch ein paar vorher-nachher-Bilder gezeigt, die mit dem bisherigen Inhalt dieses Blogs, zu haben. Menschen, die mich erst heute kennen lernen, konnten es nicht glauben. Gestern sagte mir eine meiner Gäste, wenn man die Bilder sehe, denke man, es handle sich um zwei Schwestern. Sie hätten irgendwie miteinander zu tun, seien aber andere Personen. Mittlerweile sind 40kg weg und ich trage Größe 38. Da es immer wieder Menschen gibt, die meinen, ich hätte wohl keine anderen Probleme, wenn das Abnehmen ein so großes Ziel sei, möchte ich noch einmal an die Anfänge erinnern: ich hatte massives Übergewicht und echte gesundheitliche Probleme. Ich habe 15 Jahre lang darunter gelitten, denn ich war weit weg von meinem gesundheitlichen und vitalen Potenzial. Ich habe mir hundertmal vorgenommen, das Thema in Angriff zu nehmen und endlich meine Ernährung und meine Gewohnheiten umzustellen und irgendwann habe ich selbst den Glauben daran verloren, dass ich es je tun und vor allem je schaffen würde. Dann las ich in der Psychologie Heute einen Artikel, in dem stand, dass es praktisch unmöglich sei als schwer übergewichtiger Mensch ab einem bestimmten Alter schlank zu werden. Die Hormone, die Gene, der Stress - alles sprach angeblich wissenschaftlich fundiert dagegen. Als Coach und als Mensch wollte und konnte ich das nicht stehen lassen. Diese eigentlich entmutigenden Aussagen haben mir die Kraft gegeben, gegenzuhalten und es mit den Mitteln des Coachings anzugehen. Denn im Coaching geht es auch darum, das eigene Spektrum, den eigenen Möglichkeitenraum zu erweitern.

Geholfen hat mir, dass ich genau in diesen Monaten mein Buch über mentale Selbstsabotage zu Ende geschrieben habe und alle Techniken auf mich selbst anwenden konnte. Denn mein Problem war ganz klar eine Folge von MINDFUCK. Ich kritisierte mich selbst und sprach mir gleichzeitig die Kompetenz ab, das jemals zu ändern. Eine typische MINDFUCK-Schleife, die wohl alle Menschen irgendwoher kennen. Wir können alle ziemlich gemein zu uns selbst sein. Und diesen Kreislauf musste ich durchbrechen. Ich musste wieder an den Punkt kommen, in dem mir klar wurde, dass ich mein Leben und mein Verhalten in dieser Frage sehr wohl selbst in der Hand hatte und dass ich stark genug war, es zu verändern.

Ich hoffe, dass mein neues Buch ab morgen vielen Menschen Mut macht und dabei hilft, den inneren Schalter endlich umzulegen. Wenn ich so hinausschaue in den herrlich sonnigen Oktobermorgen und daran denke, dass am 3. Oktober vor 21 Jahren in Deutschland das unmöglich geglaubte möglich wurde, gibt es auch wirklich keinen Grund zu klein von sich und dem Leben zu denken.

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Kommentare

03.10.2011 10:30:54 #


Sehr verehrte Petra Bock,

Sie haben es einmal wieder auf den Punkt gebracht, ein toller Buchtitel, ich bin neugierig auf den Inhalt!

Allein an Sie zu denken, gibt mir Kraft-ich bin vor wenigen Wochen nun wirklich 60 Jahre geworden, alle, aber wirklich fast alle , haben mich für verrückt erklärt, mich für meine Geschäftsidee stark zu machen: Predemtec GmbH existiert nun und ich bin stolz darauf, es war der erste Gang zu Ihnen-und nun lebe ich bald wieder in Berlin, das ist wundervoll und ich entnehme bei mutlosen Passagen immer viel Energie aus Ihrem Block und eigentlich schon aus dem Wissen, dass es Sie live gibt!

Herzlichen Glückwunsch!

A. Feuerhelm-Heidl

Feuerhelm-Heidl Schweiz

05.10.2011 17:48:02 #

Hallo Frau Dr. Bock,
Ihre Berichte beeindrucken mich schon sehr. Im Laufe der letzten 10 Jahre bin ich in Kleidergröße 42 gewachsen und wäre doch sooooo gerne wieder in 38/40 zu Hause.
Und wirklich immer wieder sabotiere ich mich selbst. Ich weiß es und nur ich kann es ändern!!!!!! Aber ich habe auch so unheimlich viele gute Ausreden. Erst die Mobbing Verarbeitung, dann der Geschäftsaufbau, die Sterbebegleitung meiner Mutter über mehr als ein Jahr, weiter am Geschäftserfolg basteln, ein Sturz mit einem gebrochenen Ellbogen und gebrochener Nase, ein weiterer Sturz mit verletztem Schultergelenk, in diesem Jahr ein Sturz und erst mach 7 Monaten die erlösende Meniskus-OP... Sie sehen schon, ich hab richtig starke Argumente.
Nun hänge ich da, ohne Ausreden, mit Plan, das Nordic Walking wieder aufzunehmen. Aber glauben Sie nur ja nicht, meine Matratze würde mich morgens loslassen!

Ob mir Ihr Buch wohl helfen könnte?

Freundliche Grüße
Henrike Feltges

Henrike Feltges Deutschland

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