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Wie wichtig Ressourcen sind, wenn wir Lebensziele erreichen wollen

von Dr. Petra Bock 28. Oktober 2011 16:14

Der Kommentar von Frau Feltges auf meinen letzten Eintrag ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Können wir überhaupt größere Veränderungen angehen, wenn es uns nicht gut geht? Wenn wir gesundheitlich am Ende sind oder wirklich große Probleme haben?

Mentale Selbstsabotage "erwischt" uns immer dann besonders stark, wenn wir entweder ressourcenarm sind, es uns also wirklich schlecht geht, oder wenn wir an der Schwelle zu einer wirklichen, echten Veränderung stehen. Je stärker diese Veränderung unser bisheriges Leben - zum positiven wie zum negativen - verändern würde, desto lauter wird der innere Kritiker mit seinem MINDFUCK. Wir können uns also ziemlich sicher sein, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn die inneren Widerstände größer werden. Der Teil unseres Bewusstseins, der die bekannten Verhältnisse - seien Sie auch noch so schlecht - schützen möchte, wird sich einschalten und die guten Vorsätze oder motivierenden Pläne in Frage stellen. Es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein. Und dann, genau dann, erst recht weiter zu machen mit dem neuen Kurs.

Wie ist es aber, wenn es uns wirklich schlecht geht und wir den Eindruck haben, keine Kraft für eine größere Veränderung aufzubringen. Also z.B. zu fertig zu sein, um eine schlechte Beziehung zu beenden oder zu kraftlos, um uns einen neuen Job zu suchen oder zu sehr im Stress, um uns mehr zur bewegen etc. Dann ist es wichtig, ehrlich und großzügig mit sich zu sein und nicht das Riesenziel zu setzen, sondern als erstes Ziel zu wählen, wieder in die Kraft zu kommen. Nur wenn das Problem selbst (z.B. der Stress oder die Beziehung) die Quelle der Kraftlosigkeit ist, brauchen wir den Mut und unser ganzes Vertrauen in unsere erwachsene Kraft, um eine Entscheidung zu treffen. Ist das nicht so, ist die erste Erfolgsstrategie zunächst wieder in eine kraftvolle Situation zu kommen. Wenn Sie zum Beispiel immer wieder krank sind, bringt es nichts, direkt den Job zu wechseln - es sei denn, er ist die Ursache ihrer Beschwerden. Kümmern Sie sich lieber darum, zunächst gesund zu werden und die Dinge dann beherzt anzugehen. 

Ich hatte im Frühjahr sehr gute Ausgangsbedingungen für meine Ernährungsumstellung. Ich hatte genug vom Übergewicht (weg-von-Motivtion), hatte keine anderen größeren "Baustellen" zu bewältigen und war damit in einer guten ressourcevollen Situation, um dieses große Thema anzugehen. Ich wusste, dass es mein Leben sehr positive verändern würde (hin-zu-motivation) Jetzt sind 42 kg weg und ich segle sachte in meine Wohlfühlzone.

Was auch immer Sie also gerade beschäftigt: Wie sieht es aus mit Ihrem Ressourcenhaushalt? Genug Kraftquellen da, um auch größere Lebensziele anzugehen? Oder sollten Sie zunächst für mehr Energie und Unterstützung sorgen?

Übrigens: am  Dienstag, 1. November um 19:30 Uhr halte ich meinen ersten öffentlichen Vortrag zu MINDFUCK in der Urania in Berlin. Falls Sie Lust haben, dabei zu sein - hier der Link mit allen Inforamtionen

http://www.urania.de/programm/2011/i123/

 

Einen schönen Film über meine Book-Release-Party vom letzten Blogeintrag finden Sie unter

http://www.petrabock.de/moviethek.aspx

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Kommentare

29.10.2011 13:18:10 #

Liebe Frau Bock,
mit Ihrem Beitrag sprechen Sie mir aus dem Herzen. Ich war im September wegen einer schwierigen privaten Situation ziemlich energie- und kraftlos. Dieser energielose Zustand hat sich über einige Wochen hingezogen und ich war richtig frustriert, weil ich mein neues Trainingsangebot nicht so richtig nach vorne bringen kann.
Dann habe ich beschlossen, den Zustand so liebevoll wie möglich anzunehmen und ich habe mir eine Woche Urlaub auf Gomera verschrieben. Und es ist wirklich erstaunlich, diese beiden Schritte haben sehr geholfen. Ich habe es wirklich zu meiner Toppriorität gemacht, wieder energievoller zu werden. Jetzt geht es mir wieder viel besser und ich achte nach wie vor gut auf mich.

Liebe Grüße aus Frankfurt

Brigitte Hettenkofer

Brigitte Hettenkofer Deutschland

30.10.2011 01:01:51 #

"Die Ressourcen, die Du brauchst, findest Du in Deiner eigenen Geschichte.", diesen Satz von Milton Erickson finde ich hier passend. Er drückt die Gelassenheit aus, mit eigenen Kräften das erreichen zu können, was wir uns zum Ziel setzen. Gleichzeitig führt uns dieser Satz ins Innerste unseres Selbst. Wenngleich wir unsere Ressourcen durch Krankheit oder temporären Stress vielleicht einmal weniger bewusst oder verdeckt wahrnehmen, können wir uns grundsätzlich vor Augen führen, dass wir alles, was wir uns erdenken oder erträumen können, auch in die Realität umsetzen können. Das Entscheidende ist der Mut in uns, der sich aus unserem wahrhaftigen Willen zur Veränderung speißt und die Weisheit, dass wir uns nicht immer zeitlebens verändern müssen... Es kommt der Zeitpunkt, so wir nur unsere Vision im Herzen behalten.

Christoph Krelle Deutschland

18.02.2012 14:21:15 #

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